Nach dem Wahlkampf ist vor dem Wahlkampf…
Man glaubt es kaum – schon knapp eine Woche ist seit der Bundestagswahl vergangen. Die SPD positioniert sich inhaltlich und personell in Richtung Linkspartei, von den Grünen hört man recht wenig und die Gewinner der Bundestagswahl CDU/CSU und FDP beginnen um Posten und Inhalte zu kämpfen. Diverse Wahlversprechen werden nicht mehr anz so laut ausgesprochen, siehe Steuersenkungen, dafür hört man aus dem CDU/CSU-Lager eher inhaltliche “No-gos” für die Koalitionsverhandlungen – ein Beispiel hierfür ist der Kündigungsschutz. Doch der neue König Guido Westerwelle wird sich so leicht nicht von der Union einschüchtern lassen.

Quelle: www.angela-merkel.de
Doch ersteinmal ähnelt die Politik kurz nach der Wahl einer Seifenoper. Die bisherige Parteiprominenz kämpft um eine Zukunft (Steinmeier, Scholz, Jung, Zypries etc.), einige aus der zweiten Reihe wittern Morgenluft (Gabriel, Nahles) und andere sehen sich nahe am Ziel ihrer Träume (zum Beispiel Rainer Brüderle, sofern er Wirtschaftsminister wird).
Und warum spricht niemand über Jürgen Rüttgers? Hat seine “softe” Wahlkampfführung aus NRW nicht als Modell erst den Triumph von Schwarz-Gelb ermöglicht? Worte des Dankes habe wir nicht vernommen. Dabei könnte er Aufmerksamkeit gut gebrauchen, schließlich steckt er schon im Wahlkampf…übrigens gegen eine SPD, die sich offen für eine Koalition mit Grünen und Linken ausgesprochen hat. Es wird spannend…denn Wahlkampf hört nie auf.
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